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Natalia LL - Consumer Art

Natalia LL (Lach-Lachowicz, 1937) gehört zur ersten Generation konzeptueller Künstler in Polen. In den siebziger Jahren zählte die Künstlerin zur Avantgarde, seit 1975 unterstützte sie die Internationale feministische Kunstbewegung, indem sie an zahlreichen Symposien und Ausstellungen teilnahm. Das Werk von Natalia LL umfasst Fotographie, Malerei, Zeichnung, Peformance und Video. Ihre Arbeiten wurden in einigen der renommiertesten Ausstellungen und Biennalen weltweit gezeigt.

Die Galerie brot.undspiele präsentiert einen Zyklus aus Natalia LLs Serie „Consumer Art“, die in den 70er-Jahren in Diskussion gerieten und bis heute unglaublich aktuell geblieben sind. Die Fotoserie provoziert mit der Darstellung einer eine Banane essenden jungen, blonden Frau. Die erotische Anspielung in dem an sich „unschuldigen“ Motiv ist Verlockung und Falle zugleich.

„Natalia Lach-Lachowicz, die sich selbst Natalia LL nennt, ist die bedeutendste und international renommierteste Künstlerin Polens. Bereits in den siebziger Jahren füllten Bilder ihrer „Consumer Art” die Seiten internationaler Kunstzeitschriften; ihre Photoserie einer suggestiv und zweideutig Banane essenden Blondine erregte in 1975 auf der 9. Biennale der Jungen Kunst in Paris die Gemüter. Natalia LLs „Consumer Art“ schien auf eine unbeschwerte Art und Weise fleischliche Genüsse jeglicher Art zu vermischen. Auch die folgende Reihe von photographischen Bildern, die „Dreamings“, die sie selbst in weiße Schleier gekleidet, schlafwandlerisch träu-mend zeigte, verband erotische Anspielungen mit romantischen Ideen und folgte damit der eingeschlagenen Richtung (...)”

Aus: Natalia LL – Der transzendentale Blick | Katalog | Muzeum Narodowe Wroclaw 1994 | Reinhold Misselbeck | Köln

„Sie nutzt das Gesicht als ein Zeichensystem. Mit Hilfe der Kamera, die genau vor der Sitzenden positioniert ist, bemächtigt sie sich der aufgenommenen physiognomischen Variationen in einer zeitlichen Sequenz, die den unterschiedlichen Momenten der Expression zugrundeliegen. Mehr als dass sie die Psychologie aufzeichnen, stellen diese Sequenzen die Oberfläche und Schwelle aus, die den Körper in ein Symbol umwandeln.”

Achille Bonito Oliva | Europe/America – the different avant-gardes | Milano: Deco Press | 1976

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