brot.undspiele galerie & Modart Magazine präsentieren

Vernissage: 24.07.2009 ab 19 Uhr
Dauer: 25.07.-21.08.2009
Öffnungszeiten: Di–Sa 15–19 Uhr
Diesen Juli werden Dich Nomad (DE) und Abner Preis (USA) in eine Liebesgeschichte entführen, die auf der Straße stattfindet und allen bizarren Gerüche, Geschehnisse und Begegnungen einer Stadt wie Berlin trotzt, um sie gleichzeitig zu Liebhaber und Ort in ihrem Märchen zu machen. Die Geschichte beginnt in der Galerie, wo das Duo Arbeiten ausstellt, welche sie im Prozeß der Entstehung ihrer Geschichte erschufen. Nach deren Besichtigung sind die Gäste eingeladen, ihnen auf ihrem Weg durch Berlin zu folgen, wenn sie mit Geschichte und Zuhörern auf eine intime Tour gehen. In dieser Erzählung steht die Geschichte nie still und findet immer nur im Augenblick statt, sie vermischt Medien und Emotionen, verbindet das Vergessene mit dem Verlassenen und erzählt von Liebe, indem sie verschiedene Nuancen von Fiktion entfaltet. »Die beiden sind zwei der Künstler, bei denen ich es genossen habe, sie in den letzten zehn Jahren zu beobachten, zu kennen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Es ist die Lebensart und das beide engagiert genug sind diese Arbeit ernst zu nehmen. Ihr Fokus erscheint fast militant aufrichtig/spontan in einem Zeitalter der Verführung/Berechnung.«
H. Levey, Chefredakteur Modart Magazine

Abner Preis (1975) beobachtet das Fehlen von Liebe in Kunst und Leben.
Er wurde kürzlich im Leuvenhaven gesehen, wo er in Rotterdam lebt (NL) und Plastikflaschen mit einem Kescher aus dem Wasser fischt. Vögel nennt er sie. In seinem Atelier warten schon selbst gemachte Felsen aus Polystyrol, auf welche er die Flaschen steckt und weiß anmalt. Meistens sehen sie aus wie Papageientaucher und ja, unter ihnen war auch eine leere Flasche Toilettenreiniger mit Entenhals.
Preis erzählt absurde Geschichten über das Gute und Böse. Natürlich verliert das Böse immer. Obwohl seine Arbeiten nach dem zweiten Lesen konfrontativer sind als man vielleicht annehmen mag.
Seine Arbeiten konnten kürzlich auf der Art Amsterdam bei der Gabriel Rolt Galerie und während der Art Rotterdam bei Trendbeheer gesehen werden.
NOMAD ist – neben vielen anderen Dingen – einer der Begründer der Streetart in Europa.
Er fing in den Achtzigern an Grafitties zu zeichnen und begann Ende der Neunziger in Berlin anstelle von Buchstaben Figuren zu zeigen.
Er wurde bekannt für seine einmaligen Figuren und Sprüche, welch er auf Straßenmüll oder Wände überall in Berlin schrieb oder zeichnete. Seine tausenden Werke wurden zu gesuchten Sammlerstücken und brachten ihm den Titel „Europas meist gesammelter Künstler“ ein. Heute tauchen seine Werke und Gemälde überall auf dem Globus auf, in Hollywood Villen bis hin zu den Nebenstraßen Tokios.
Die Vielfalt seiner Stile wächst, weil er weiß, dass es seine Aufgabe ist ständig zu lernen und sich zu entwickeln ...demzufolge lebt er seinem Namen entsprechend und ist ein wahrer NOMAD(e).
Der Name Brot und Spiele stammt von der alten römischen Redensart PANEM ET CIRCENSES. Sie brachte die Idee zum Ausdruck, das Volk mit kostenloser Nahrung und Unterhaltung zu regieren. Die brot.undspiele galerie berlin präsentiert Künstler, deren Arbeiten unkonventionelle Impulse in die Kunst hineintragen. Schwerpunkt sind dabei zeitgenössische Werke der letzten 40 Jahre.
brot.undspiele galerie berlin
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