Meringue Impossible „6000 Artists in Berlin – We take part of the cake“
Installation and Performance with KRUAGRE

Eröffnung: 03. März, 19.00 h bis 22.00 h
Dauer: 03. Dezember 2006 bis 02. April 2007
brot.undspiele galerie, Gartenstr. 2, 10115 Berlin
Nachdem Steve Schepens kürzlich seinen privaten Lebensmittelpunkt von Ghent (Belgien) nach Berlin verlegt hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch eine seiner legendären Horror-Performances die Ankunft des Künstlers manifestiert.
Auf seinem Weg von Belgien in Richtung Osten, hatte er bereits 2006 öffentlichkeitswirksam im Herforder MARTa mit seiner rekordverdächtigen, einstündigen HORROR-15-Performance buchstäblich das Haus gerockt.
Steve Schepens setzt sich in seiner HORROR-Serie immer spezifisch und kritisch mit Raum und Ort der Vorführung auseinander. Er erstellt eigens für den Ort Installationen aus gebrauchten Pappkartons (welche immer im unmittelbaren Umfeld gesammelt werden), die er zu Barrikaden, Grenzen oder Bildblöcken formt. Aber in seinen Performances spielt nicht nur die Installation eine zentrale Rolle, sondern auch die ihn begleitende belgische Racegrind-Metal-Band KRUAGRE. Für jedes der HORROR-Kapitel schreiben Künstler und Band neue Texte und arrangieren sie zu neuen Kompositionen, welche die Band später – selbstverständlich live – während der Performance von Steve Schepens spielt.
In seinem HORROR-Projekt beschäftigt sich Steve Schepens mit dem Phänomen Bild. Hierbei steht für ihn der Prozess der Entstehung eines Bildes sowie der Grund seiner Existenz im Mittelpunkt. Aber auch die sich daraus ergebenden Verbindung zu dem entstandenen Bild ist für von Bedeutung. In seiner Performance-Serie HORROR untersucht er diese Verbindung zwischen Werk und Ursprung. Er zeigt dabei die Grenzen des Bildes, die zum eigentlichen Bild werden und reflektiert die Beziehung Künstler–Beobachter–Subjekt mit dem Kunstwerk–Objekt.
In HORROR 16 – Meringue Impossible „6000 Artists in Berlin – We take part of the cake“ wird die Galerie von einem riesigen Stück Torte penetriert. Wie ein Keil schiebt sich Schepens Stück vom „großen Kuchen“ durch das Fenster in den Raum. Gleich dem Trojanischen Pferd dient die äußere Form der Verführung, während im Inneren der HORROR herrscht. Von der Performance des Künstlers mit Bandbegleitung erfährt der außen stehende Betrachter jedoch ausschließlich akustisch.
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